Wer sind wir?

Sarah Weiler

Was führte mich nach Nagaland?

Ich bin Sarah Weiler, 25 Jahre alt, habe Umweltwissenschaften studiert und arbeite derzeit für ein Jahr bei einer Hilfsorganisation in Indien.

Nach meinem Abitur 2016 arbeitete ich für sechs Monate im landwirtschaftlichen Ausbildungszentrum "Asian Rural Institute" (ARI) in Japan. Dort werden Menschen aus Entwicklungsländer in den Bereichen ökologische Landwirtschaft, Community Building und Leadership ausgebildet. Auch Rentta, der Gründer des "House of Hopes" nahm an diesem Programm teil. Wir arbeiteten in den sechs Monaten viel zusammen und er erzählte oft von seiner Heimat Nagaland, von den traditionsreichen Nagas, der unberührten Natur, aber auch von den Problemen, welche ihn und seine Community beeinträchtigen. Schon damals war mir klar, dass ich diesen Ort unbedingt besuchen muss, sowie Rentta bei seinen Vorhaben unterstützen möchte. 

Auch heute, sechs Jahre später, sind wir immer noch regelmäßig in Kontakt und tatsächlich konnte ich ihn im März 2022 das zweite Mal besuchen. Ich kann nur sagen, dass Rentta eine ganz besondere Person ist, welche immer für andere arbeitet, es immer schafft neue Ressourcen und Kapazitäten aufzubauen und in seinem Dorf schon viel positives bewirkt hat.

Die Art wie seine Frau und er das House of Hope leiten und es geschafft haben mit 11 Kindern eine neue Familie zu  gründen ist sehr beeindruckend. Ich habe wenige Menschen getroffen, welche so einen Ehrgeiz und Umsetzungskraft haben wie er und ich hoffe sehr, dass seine Träume für das House of Hope in Zukunft in Erfüllung gehen werden. Daher habe ich beschlossen ihn dabei zu unterstützen und hoffe, dass wir ihm dabei helfen können, sein Waisenhaus auszubauen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pfarrer Edgar Wunsch 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hoffentlich kannst du noch hoffen!

Zurzeit lese ich das Buch „… Trotzdem ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager“ von Viktor Frankel. 1942 heiratete Frankl Tilly Grosser. Im September dieses Jahres wurden er, seine Frau und seine Eltern ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Frankls Vater starb dort 1943, seine Mutter wurde in Auschwitz ermordet. Seine Frau starb im KZ Bergen-Belsen.

Frankl selbst wurde im Oktober 1944 in ein Außenlager des KZ Dachau gebracht. Im April 1945 wurde Frankl von der US-Armee befreit, im August kehrte er nach Wien zurück. Seine Erfahrungen in den Konzentrationslagern verarbeitete er in dem o.g. Buch, das mittlerweile zum Bestseller geworden ist.

Einer seiner wichtigsten Erkenntnisse aus der Zeit der Naziherrschaft war zweifellos, dass jene Menschen, die Hoffnung auf eine gute Zukunft hatten, überlebten und nach den furchtbaren Erlebnissen neu anfangen konnten. Er schreibt:

„ ... wer an seine Zukunft nicht mehr zu glauben vermag, ist im Lager verloren. Mit der Zukunft verliert er den geistigen Halt, lässt sich innerlich fallen und verfällt sowohl körperlich als auch seelisch“. Jene, die Hoffnung hatten, kam besser durch als andere, die sich aufgaben und kein Licht am Ende des Tunnels mehr sehen konnten.

 

Agunki - Haus der Hoffnung

Durch meine Nichte Sarah hörte ich vom „Haus der Hoffnung im äußersten Nordosten Indiens und wurde hellhörig. Hoffnung! Wer gibt Hoffnung? Wer kann Kindern, die alle Hoffnung verloren haben dennoch Hoffnung auf eine gute Zukunft geben?

Rentta Ngulie beließ es nicht auf frommen Worten. Er sagte nicht nur einfach: Na Ja, es wird schon gut, hab nur Hoffnung! Nein, Rentta machte Hoffnung sichtbar und greifbar, baute ein Waisenhaus und nahm jene auf die keine Hoffnung mehr hatten. Rentta gibt mit „Agunki - Haus der Hoffnung“ jenen die keine Heimat mehr haben ein neues Zuhause. In den Mädchen und Jungs, die im „Haus der Hoffnung“ Liebe, Geborgenheit, Ausbildung und menschliche Gemeinschaft erfahren kehrt die Hoffnung zurück, dass nach dunklen Tagen ein neuer besserer Morgen auf sie wartet.

 

Hoffnung entsteht, wenn wir denken, alles wird gut, es wird gelingen, es wird eine Lösung geben. Hoffnung entsteht aber leichter wenn wir auch handeln. Als Sarah mir vom Agunki Haus der Hoffnung“ berichtete war es für mich sofort klar, dass ich Rentta Ngulie unterstütze. Ich werde im Herbst 2022 Rentta und das „House of Hope“ in Nagaland besuchen. Ich freue mich sehr darauf dort den Hoffnungsträger, Rentta Ngulie zu treffen.

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