Erster Besuch beim "House of Hope"

Aktualisiert: 5. Mai

Von Nena Weiler:



Es sind nur einige wenige Tage, die wir, Sarah und Nena, bei Rentta und seiner Frau verbringen, und doch sind sie für uns nachhaltig beeindruckend. Ein Ehepaar, beide über 60, vier Kinder, mehrere Enkelkinder und ein buntes Gewusel von mindestens 10 Pflegekindern, die bei Ihnen zuhause im Waisenhaus „Agunki“ in Tening, Nagaland, Indien, wohnen dürfen.

Als wir ankommen, umzingeln die Kinder neugierig das Auto. Als wir aussteigen, gehen alle immer noch neugierig aber etwas unsicher ein, zwei Schritte zurück. Die Zurückhaltung legt sich schnell und wir spielen, lachen, toben mit Kindern deren Sprache wir nicht ansatzweise verstehen. Und doch zeigen sie uns ihr Dorf, führen uns zum einzigen Supermarkt, bringen uns die Zahlen eins – fünf bei und frisieren uns die Haare. Stundenlang werfen wir uns einen Luftballon hin und her. Wir sind verwundert und begeistert, wie lange man sich mit einem solchen simplen Gegenstand beschäftigen kann. Und wie glücklich er machen kann.


Als uns Rentta auf einen Ausflug einlädt, die umliegenden Dörfer kennen zu lernen, freuen wir uns. Abenteuerlich fahren wir ausschließlich auf Sandstraßen, zu neunt in einem Fünfsitzer. Die Dörfer ähneln sich, einfach, aber schön und zum Teil auch gemütlich.

Es ist beeindruckend, was Rentta und seine Frau schaffen. Jeden Tag gibt es eine warme Mahlzeit, sie sorgen für sauberes Wasser und dass die Kinder in die Schule gehen können. Klingt selbstverständlich? Ist es dort nicht. Einige Kinder sind im Waisenhaus, weil die Familie kein Geld hat, weil die Mutter neu geheiratet hat und der neue Mann die Kinder nicht neben seinen eigenen akzeptiert und, weil es die Eltern nicht mehr gibt. Im Waisenhaus dürfen sie lachen, weinen, toben, lernen. Ist ein Kind krank, wird es versorgt. Auch das ist keine Selbstverständlichkeit.

Ein großes und besonderes Fleckchen Nagaland, das wir nie vergessen werden.





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