Das Glück von Kindern

Geschrieben von: Nena Weiler




Was Sarah und Edgar hier organisieren, ist großartig. Kindern ein Zuhause zu schenken, ist in meinen Augen eines der erstrebenswertesten Zielen, die man sich vorstellen kann. Und seit ich selbst vor 10 Monaten Mutter geworden bin, sehe ich das Projekt noch mit ganz anderen (Mama-)Augen.

Mein Sohn ist großartig, eine richtige Grinsebacke, ein ausgeglichenes kleines Kerlchen, das viel Geduld mit seinen unerfahrenen Eltern hat. Die Gefühle, die man für sein eigenes Kind entwickelt, kann man schwer in Worte fassen – und sie wachsen täglich. Mama zu sein ist wunderschön, und manchmal auch herausfordernd. Und das sage ich mit meinen 30 Jahren, kerngesund und jung, eigentlich genug Energie, und trotzdem komme ich manchmal an Grenzen, wie beispielsweise Schlafmangel. Aber tauschen, nein, absolut keine Option!

Seit ich Mutter bin, verstehe ich Rentta und seine Frau, die Kindern ein Zuhause schenken möchten. Seit ich Mutter bin, bewundere ich Rentta und seinde Frau für ihre Energie, ihre Ausdauer und ihre Geduld. Seit ich Mutter bin, weiß ich das magische Wunder von Kindern so sehr zu schätzen.

Ich hatte das große Glück, die beiden kennen zu lernen. Rentta als sehr bereister Mann, kann eine Menge Geschichten erzählen und seinen Kindern mit seiner ruhigen Stimme vieles, vieles mit auf ihren Weg geben, wovon sie lange zehren können! Renttas Frau sprich leider kein Englisch, aber in ihren Augen und ihrem Lächeln spiegelt sich eine große Hilfsbereitschaft wider, in dem Gewusel um sie herum, eine große Liebe.

Die beiden leisten fantastisches im Nagaland und das unter Bedingungen, die in unserer westlichen Welt nahezu unmöglich erscheinen. Zur Regenzeit sind die Straßen so schlammig, das man kaum gehe kann. Zur Trockenzeit stauben sie so sehr, das man für einen Moment nichts mehr sehen kann, wenn eines der alten Autos an einem vorbeifährt. Es gibt keine Krankenversicherung, ist eines der Kinder krank, wird die Behandlung bezahlt. Es ist nie eine Frage ob die Behandlung bezahlt wird, eher das wie spielt eine entscheidende Rolle. Die nächst größere Stadt ist nur etwa 100 km entfernt, die Fahrt dauert aufgrund der beschwerlichen Bedingungen allerdings etwa vier bis fünf Stunden. Und die nimmt Rentta gerne und oft auf sich, wenn es den Kindern an etwas dringlichem fehlt oder sie eben medizinisch versorgt werden müssen.

Kinder, die im House of Hope ein neues Zuhause finden, können sich gewiss sein, sie haben ein neues Zuhause.

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